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Die Anwendung von nieder- und mittelfrequenter Elektrostimulation in der Rehabilitation der oberen Extremität

Herausforderungen für Patienten mit Funktionsstörungen der oberen Extremität

Die Hand ist ein unverzichtbares Organ für alltägliche Aktivitäten und dient dem Menschen als zentrales Werkzeug, um die Außenwelt zu erkunden und mit der Umgebung zu interagieren. Im Vergleich zu anderen Körperteilen besitzen Hand und obere Extremität eine größere Komplexität und Bedeutung für die motorischen Funktionen. Daher steht die Rehabilitation der motorischen Funktion der oberen Extremität im Mittelpunkt der Rehabilitation nach einem Schlaganfall, stellt zugleich aber auch eine große Herausforderung dar. Patienten mit Funktionsstörungen der oberen Extremität, die durch Erkrankungen wie Schlaganfall, Rückenmarksverletzung oder Handtrauma verursacht werden, erleben aufgrund der Komplexität der Hand- und Armbewegungen oft einen langsamen Genesungsprozess. Dieser langwierige Rehabilitationsweg stellt eine erhebliche psychologische Herausforderung dar, kann das Selbstverwirklichungsgefühl der Patienten beeinträchtigen und zu Angstzuständen, Depressionen und anderen emotionalen Problemen führen. Diese negativen Emotionen können wiederum die Rehabilitationsmotivation weiter mindern und die gesamte Lebensqualität beeinträchtigen.

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Was ist funktionelle Elektrostimulation (FES)?

Die funktionelle Elektrostimulation (FES) ist eine Rehabilitationstechnik, die niederfrequente gepulste elektrische Ströme nutzt, um über voreingestellte Programme eine oder mehrere Muskelgruppen zu stimulieren und dabei Muskelkontraktionen auszulösen oder normale willkürliche Bewegungen zu simulieren. Ziel der FES ist es, die Funktionen von Muskeln und Muskelgruppen, die durch neurologische Schädigungen beeinträchtigt sind, zu verbessern oder wiederherzustellen und damit den Verlust der motorischen Funktion in Gliedmaßen und Organen zu kompensieren oder zu korrigieren. In den letzten Jahren hat sich die Anwendung der FES deutlich ausgeweitet, insbesondere bei Patienten mit Funktionsstörungen der Gliedmaßen, die durch Schlaganfall oder Rückenmarksverletzung verursacht wurden. Durch wiederholte Elektrostimulation kann die FES nicht nur Motoneuronen aktivieren, sondern auch die Neuroplastizität im zentralen Nervensystem fördern und den Patienten helfen, schrittweise ihre willkürlichen motorischen Fähigkeiten zurückzugewinnen.

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3. Häufige Elektrodenplatzierungen für FES im Gliedmaßentraining

(1) Schultersubluxation

Patienten mit Verletzungen des zentralen Nervensystems oder hochgradigen Rückenmarksverletzungen erleben häufig eine Schultersubluxation. Die Kräftigung des Musculus supraspinatus und des hinteren Anteils des Musculus deltoideus kann helfen, eine Schultersubluxation zu verhindern und zu verbessern.

Stimulationselektrode: Platziert auf dem hinteren Drittel des Musculus deltoideus;

Hilfselektrode: Platziert auf dem Musculus supraspinatus.

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(2) Schwäche des Musculus triceps

Bei Patienten mit Störungen des zentralen Nervensystems kann der Einsatz von NMES zur Kräftigung des Musculus triceps brachii die Kontrolle der Ellenbogenstreckung verbessern und die Spastik des Musculus biceps brachii lindern.

Stimulationselektrode: Platziert unterhalb des hinteren Anteils des Musculus deltoideus;

Hilfselektrode: Platziert oberhalb des Olekranons (dabei ist darauf zu achten, den Musculus brachioradialis nicht zu stimulieren, um eine unerwünschte Ellenbogenbeugung zu vermeiden).

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(3) Schwäche der Hand- und Fingerstreckmuskeln

Aufgrund der geringen Größe der Unterarmmuskeln werden für die Stimulation der Hand- und Fingerstreckmuskeln im Allgemeinen kleinere Elektrodenpads empfohlen.

Für die Handgelenkstrecker:

Stimulationselektrode: Platziert unterhalb des Epicondylus lateralis humeri;

Hilfselektrode: Platziert proximal in der Nähe des Handgelenks.

Für die Fingerstrecker:

Stimulationselektrode: Platziert weiter distal in der Mitte des Unterarms;

Hilfselektrode: Platziert proximal in der Nähe des Handgelenks.

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