Die Fähigkeit, wieder zu gehen, ist ein zentraler, aber schwieriger Teil der Rehabilitation nach einem Schlaganfall. Sie steigert die Lebensqualität und unterstützt die körperliche Genesung. Viele Schlaganfallüberlebende sehnen sich danach, wieder selbstständig zu gehen, und mit dem richtigen Ansatz lässt sich dieses Ziel erreichen.
Gleichgewichts- und Koordinationsprobleme: Ein Schlaganfall kann das Gleichgewichtszentrum des Gehirns und die neurologischen Signale zwischen Gehirn und Gliedmaßen stören. Dies erschwert es Patienten, flüssige und gleichmäßige Bewegungen auszuführen, und erhöht das Sturzrisiko.
Abnormales Gangbild: Schwäche der Muskulatur der unteren Extremität und Probleme des Nervensystems können zu einem abnormalen Gangbild führen. Patienten können mit den Füßen schleifen oder eine steife Beinbeugung aufweisen, was das Ungleichgewicht in Gelenken und Muskeln verstärkt.
Defizite im räumlichen Wahrnehmungsvermögen: Eine Schädigung der visuellen Verarbeitungszentren im Gehirn kann die Tiefenwahrnehmung beeinträchtigen. Dadurch werden alltägliche Objekte wie Treppen und Hindernisse zu potenziellen Gefahrenquellen, was die Orientierung erschwert.
Muskelschwäche: Längere Bewegungslosigkeit nach einem Schlaganfall und Probleme mit der neuromuskulären Kontrolle können Muskelschwäche verursachen, wodurch der einst einfache Vorgang des Gehens erschwert wird.
Die Füße, insbesondere die Zehen, spielen beim Gehen eine entscheidende Rolle, werden in der Rehabilitation jedoch oft vernachlässigt. Der Fallfuß ist ein häufiger Zustand nach einem Schlaganfall, bei dem der vordere Teil des Fußes nicht richtig angehoben werden kann. Auch Zehendeformitäten wie Krallenzehe und Hammerzehe können auftreten und verursachen Beschwerden sowie eine Beeinträchtigung des Gangbildes.

Zur Rehabilitation der Krallenzehe können einfache Mobilisationsübungen der Zehengelenke sehr wirksam sein. Bewegen Sie täglich etwa 10 bis 15 Minuten lang die Zehen sanft mit Ihren Fingern in verschiedene Richtungen. Dies hilft, den Bewegungsumfang der Zehengelenke allmählich zu verbessern. Eine weitere nützliche Übung ist der Handtuch-Zehengriff: Breiten Sie ein Handtuch auf dem Boden aus und greifen Sie es mit den Zehen. Halten Sie diese Position 30 Sekunden bis 1 Minute lang und streben Sie 3 bis 5 Durchgänge pro Tag an.

Progressives Gleichgewichtstraining: Beginnen Sie unter Anleitung eines Therapeuten mit Einbeinstandübungen. Sobald sich Ihr Gleichgewicht verbessert, können Sie zu anspruchsvolleren Übungen wie dem Einbeinstand mit geschlossenen Augen und dem einbeinigen Ballzuspiel übergehen. In der Zwischenphase nutzen Sie Balance-Pads oder Bälle, um den beidbeinigen Stand auf instabilen Oberflächen sowie den Einbeinstand mit sanften Schwingungen durchzuführen. Dies hilft, die Fähigkeit des Körpers zu verbessern, sich an Ungleichgewicht anzupassen. In der fortgeschrittenen Phase versuchen Sie den Einbeinstand mit geschlossenen Augen auf einem Balance-Pad, während Sie komplexe Bewegungen der oberen Extremität ausführen, um Ihre Gleichgewichtsfähigkeiten umfassend herauszufordern.
Schrittweises Beinkrafttraining: Das gestreckte Beinheben ist eine grundlegende Übung. Legen Sie sich in Rückenlage mit gestreckten Beinen hin. Heben Sie das betroffene Bein langsam an, bis es einen Winkel von 30 bis 60 Grad mit dem Bett bildet. Halten Sie diese Position 5 bis 10 Sekunden lang, bevor Sie es sanft wieder absenken. Streben Sie 10 bis 15 Wiederholungen pro Durchgang an und absolvieren Sie täglich 3 bis 5 Durchgänge. Für Kniestreckübungen im Sitzen setzen Sie sich aufrecht hin und strecken das betroffene Knie allmählich. Halten Sie die gestreckte Position 5 bis 10 Sekunden lang, bevor Sie das Knie langsam wieder beugen. Führen Sie 10 bis 15 Wiederholungen pro Durchgang aus, mit 3 bis 5 Durchgängen pro Tag.

Die Rehabilitation auf dem Unterwasserlaufband erfreut sich aufgrund ihrer besonderen Vorteile zunehmender Beliebtheit. Der Auftrieb des Wassers hilft, das effektive Körpergewicht zu verringern, minimiert die Gelenkbelastung und macht die Bewegung angenehmer. Gleichzeitig bietet der natürliche Widerstand des Wassers eine ideale Umgebung für das Training. Patienten fallen vollständige Gangzyklen im Wasser leichter, was die Erholung von Muskelkraft, Ausdauer und neuromuskulärer Kontrolle der unteren Extremität wirksam fördert.

Die FES ist eine häufig eingesetzte Behandlung bei neurologischen Ausfällen nach einem Schlaganfall. Dabei werden Elektroden auf die betroffenen Muskeln aufgebracht, um Wachstum und Bewegung zu stimulieren. Schwache elektrische Impulse regen geschädigte Muskeln zur Reaktion an, wenn die Kommunikation zwischen Gehirn und Muskeln beeinträchtigt ist.
Eine weitere ähnliche Methode ist die TENS-Therapie. Anders als die FES, die motorische Neuronen stimuliert, konzentriert sich die TENS auf sensorische Nerven, um die Schmerzempfindung zu verringern. Die Stimulation der Nerven im betroffenen Bereich kann die Genesung nach einem Schlaganfall unterstützen.
Bei physiotherapeutischen Übungen werden Knöchel-Fuß-Orthesen (AFO) häufig eingesetzt, um die Fußstellung zu unterstützen und die Gehfähigkeit zu verbessern. Orthesen und Fußschienen haben im Bereich der Rehabilitation erhebliche Fortschritte gemacht. Sie legen nun mehr Wert auf den Komfort und die Lebensqualität des Trägers. Neuere Modelle erleichtern es Schlaganfallüberlebenden, bequem zu gehen.
Die Syrebo Fallfuß-Orthese ist eine leichte und bequeme Option. Die bionische Fußstruktur der Syrebo Fallfuß-Orthese passt sich dem Nervengewebe von Fuß und Sprunggelenk an, verbessert die Koordination und unterstützt das Anheben des Fußes. Sie kann allein zu Hause oder mit Schuhen im Freien getragen werden und bietet Stabilität und Unterstützung für die Rehabilitation von Schlaganfallpatienten.


Nach einem Schlaganfall wieder gehen zu lernen ist eine Herausforderung. Doch mit wissenschaftlich fundierter Rehabilitation, systematischem Training und Hilfsmitteln wie der Syrebo Fallfuß-Orthese können Patienten Vertrauen und Fähigkeit zum Gehen zurückgewinnen und im Leben wieder vorankommen.