Gute Ruhe führt zur vollständigen Genesung
Schlaganfallpatienten leiden häufig unter körperlichen Funktionsstörungen (Lähmung), etwa an Handsteifigkeit, unsicherem Gehen und Schwierigkeiten bei der Ausführung mancher Alltagsaktivitäten. Um ihnen zu einem besseren Leben zu verhelfen, füttern die Angehörigen die Patienten, die eigentlich selbst essen könnten, und lassen die Patienten nicht selbst gehen oder Dinge greifen. Mit der Zeit werden die Patienten abhängig und ergreifen nicht mehr die Eigeninitiative zum Üben.
Mit Medikamenten wird alles besser
Die Angehörigen des Patienten glauben, dass der Patient bereits Medikamente erhält und sich – solange er sich gut ausruht und kein Rehabilitationstraining benötigt – nach und nach von selbst erholen kann.
Die beiden oben genannten Irrtümer führen dazu, dass Patienten ein Inaktivitätssyndrom entwickeln. Damit sind Patienten gemeint, die nach einem Schlaganfall über einen langen Zeitraum inaktiv waren oder nicht ausreichend aktiv sind. Aufgrund der Abnahme der allgemeinen oder lokalen physiologischen Funktion kommt es zu Osteoporose, Muskelschwund sowie Gelenkspasmen, Lungeninfektionen usw., die Folgeschäden hinterlassen.
Nur die betroffene Seite trainieren
Nach einem Schlaganfall verleiten Angehörige den Patienten oft dazu, nur die betroffene Extremität zu trainieren – zu stark, was zu einer schweren Schultersubluxation führen und außerdem die Wiedererlangung von Bewegungskontrolle, Koordination und feinen Fertigkeiten des Patienten behindern kann.
Übermäßiges Training
Viele Menschen glauben, je härter das Training, desto besser; doch dies stärkt nur die Beugebewegung, hemmt die Streckbewegung und versetzt die obere Extremität auf der hemiplegischen Seite in einen Zustand von Beugung und Spastik.
Zu frühes Training
Manche Angehörige und Patienten sind ungeduldig und beginnen bei einer geringfügigen Bewegungsfähigkeit der betroffenen Extremität schon voreilig mit Gehen, Treppensteigen und anderem intensiven Training, obwohl sie noch nicht allein sitzen oder stehen können – was dazu führt, dass der Patient im Kreis geht und zittert.